Zwiespalt der Gefühle

Zwiespalt der Gefühle
Es ist normal, dass Sie als Angehörige(r) herauszufinden versuchen, wann in der Erziehung/ im Zusammenleben etwas schief gelaufen ist, besonders wenn Ihr Kind oder Ihr Partner davon betroffen ist.
Wichtig ist es, dass Sie diese Gedanken nicht überhand nehmen lassen, denn Sie sind nicht für das Auslösen der Krankheit verantwortlich. Obwohl noch nicht die Ursprünge aller Krankheiten erfasst werden konnten, zeigt doch die Vielseitigkeit der Lebensumstände, des Bildungsgrades, der sozialen und finanziellen Situation, des Alters und des sonstigen Gesundheitszustandes, in denen psychische Krankheiten aufgetreten sind, dass nicht Partner, Eltern oder Kinder „Schuld“ haben am Ausbruch der Krankheit.
Sprechen Sie über diesen Zwiespalt Ihrer Gefühle!
Es ist auch normal, dass Sie nicht jeden Tag gleich auf die Bedürfnisse Ihres Angehörigen eingehen können. Es gibt Tage, an denen Sie vergleichsweise verständnisvoll reagieren können, es gibt andere, an welchen Sie selbst auch nicht mehr mögen und weniger Verständnis aufbringen können. Das ist Ihr Recht, denn Ihr Wohlbefinden ist nicht an jenes Ihres Angehörigen gekoppelt.
Nehmen Sie sich Ihre Auszeiten!
Die Selbsthilfe-Gruppen der regionalen Vereinigungen bieten Ihnen die Möglichkeit, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen und neue Kraft zu schöpfen.

 

Aktualisiert: 17. Oktober 2014